Seiten

Donnerstag, 2. August 2012

Mal kurz zum Biggesee, Teil 2

Als wir das Aparthotel betreten herrscht gähnende Leere. Die winzig kleine Rezeption liegt verlassen und es ist zu lesen, dass man die und die Nummer mit dem Haustelefon wählen soll, in 2 Minuten sei dann jemand da ... was zunächst nicht klappte und nachdem wir uns eine Weile umgesehen hatten, fanden wir unsere Buchung mit dem Hinweis, dass der Schlüssel zu Apartement 6 in der entsprechenden Wohnungstür steckt.

Also gut, die eine Etage schaffte ich gerade noch so und wir betraten die Wohnung ... Und die war so schön. Geräumig, luftig, Nichtraucher (wie das ganze Haus, exklusive Balkon) mit Blick auf den wunderbaren Biggesee.


Ok, erste Reihe wäre natürlich schöner gewesen, zumal die Straße "Ankerweg" heißt und das Hotel über einen Bootsanleger bzw. einen Fährbetrieb verfügt, bzw. zurückgreift, so ganz begriffen habe ich das nicht,  aber wir waren hochzufrieden. Allerdings zeigte sich jetzt unser erster Kardinalsfehler, denn ... 

... wir hatte nicht für Essbares gesorgt! Und während ich zu nichts anderem mehr fähig war, als alle Viere von mir zu strecken, machte sich der tapfere Benjamin auf, um Verpflegung in Form von Toastbrot, Wurst und Ketchup im ca. 8 km entfernten Olpe einzukaufen, dazu 3 Flaschen Wasser, 2 Dosen Bier und für mich eine Tüte Funny frisch gesalzen um den gröbsten Hunger zu stillen, denn für mich als u. a. gluten- und laktoseintoleranter Mensch ist das größte Problem auf Reisen die Ernährung und ich neige dazu, unterwegs eher nichts zu essen. Aber diese Sorte Kartoffelchips ist ok, außer, dass sie mich natürlich nicht schlanker macht!

Den Nachmittag verbrachten Lil' Ben und ich im Apartement. Ich war total erledigt und es war unglaublich warm. Allerdings war an schlafen kein denken, zuviel Adrenalin hielt mich davon ab und so erkundeten wir dann gegen Abend die Gegend. Eine wunderschöne Landschaft mit unglaublich schönen Strecken und ich kann nur jedem, der einen Kurzurlaub in Deutschland machen möchte, empfehlen, den Biggesee bzw. das Sauerland in Betracht zu ziehen. Auch, wenn unsere lieben Ordnungshüter ein bisschen oft vertreten und etwas übermotiviert sind. Aber gut, man muss uns Ortsunkundige ja vor körperlichen Schäden bewahren ... nicht aber vor Finanziellen, wie wir später noch erfahren werden ...


Am Ende das Turns bogen wir von der L 512 auf das Gelände des Biggegrills ab. Der Parkplatz war gut gefüllt, sowohl mit Autos, aber überwiegend mit "heißen Öfen" und die nicht ganz reichlichen Tische und Stehtische des Imbisses waren besetzt. Schade fand ich, dass der Grill nicht zum See hin ausgerichtet ist, aber gut, wir haben eh nur noch einen freien Tisch unter dem Vordach der Pommesbude gefunden (haha, warum war der wohl noch frei?) und hätten von dort sowieso keinen Seeblick gehabt. Und da drunter war es natürlich noch wärmer, also im Sinne von kaum auszuhalten und der Schweiß floss in Strömen. Naja, und als aus der Gastronomie Kommende weiß ich, was die Frittenfachverkäuferinnen aushalten mussten und sie taten mir wirklich leid. Das Speisenangebot war so reichtlich, Schnitzel, Bratwürste und Buletten in allen erdenklichen und unmöglichen Kombis (hat schon mal jemand Currywurst mit Nordseekrabben gegessen? Oder waren das Schnitzel?), dass wir uns für Currywurst und Pommes für Lil' Ben und eine große Pommes für mich und Pieps entschieden, dazu 2 Cola, was summa sumarum genau 10 Euronen machte.


Tja, was soll ich sagen, es war so entsetzlich warm, dass auch die Pommes nicht abkühlen wollten und wir mal grad die Hälfte geschafft haben. Der Rest ging zurück ... und wir auch, naja wir fuhren natürlich zurück.

Den weiteren Abend verbrachten wir gemütlich und recht gesprächig auf dem Balkon der kleinen Ferienwohnung und ich erfuhr so einige Dinge von und über Benjamin, die ich zu Hause eigentlich gar nicht hätte wissen wollen.  So z. B. dass er sehr wohl in seinem Zimmer - bei weit geöffnetem Fenster - quarzt, obwohl im Haus eigentlich strengstes Rauchverot herrscht. Aber offfensichtlich ist Mama daheim geblieben, denn ich habe es unkommentiert und bösenblicklos zur Kenntnis genommen.

Weil aber irgendwann auch eine müde Funny ziemlich müde wird, verabschiedete ich mich nach einiger Zeit und so ging gegen halb 11 das Licht in Apartement Nummero 6 aus - auf jeden Fall  in meinem Zimmer ...

Teil1? Bitte schön ...  
Teil 3

Kommentare:

  1. Schade, dass ihr vergessen hattet, euch Essen mitzubringen, aber umso schöner, dass es dort einen Imbiss gibt. Welch ein herrliches Wetter ihr hattet. Und Pommes mit Majo liebe ich einfach, obwohl ich mir die schon sehr lange nicht mehr gegönnt habe. Könnte ich mal wieder tun.
    Dennoch: Nächstes Mal solltet ihr vielleicht zelten, oder euch auf Campingplätzen in eine Hütte einmieten. Das ist auch prima und man kann sich was brutzeln.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, man konnte dort kochen. Es gab eine gut ausgestattete Küchen(zeile). Ich war einfach nur zu platt, um mich darum zu kümmern oder unterwegs auch noch an Einkaufen zu denken.

      Löschen
  2. Boah, sitze hier in der Hitze und muss arbeiten -- da machen die Bilder richtig Lust auf Badesee... (heul).

    Hast Du eigentlich dem Ölprinzen gepetzt, was Lil'Ben so alles zum Besten gab,, oder bist Du auch weiterhin verschwiegen?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Und der See war so wie früher am Lago. Nicht überlaufen, an vielen Stellen ein bisschen was los, Schlauchboote, Luftmatratzen ... Am nächsten morgen haben wir sogar einen älteren Herrn gesehen, der sein Kanu vom Autodach hievte und wohl eine Runde paddeln wollte ... *schwärm* ..

      Nööö, nicht gepetzt :)

      Löschen
  3. Ohja, die Bigge ist eine echt schöne Ecke.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Und bisher immer von mir verschmäht!

      Löschen