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Montag, 29. Mai 2017

Pimp my XH-4

Nachdem ich nun den einen oder anderen Kilometer mit meinem Roller abgeleistet hatte, kamen ein paar Kleinigkeiten zum Vorschein, die es zu optimieren galt. Allem voran störte mich, dass der Roller keinen Seitenständer hatte und ich ihn jedes Mal irgendwo in die Gegend legen oder lehnen musste.  Ok, es gab immer gute Bilder, wenn Kartoffelbrei in der Landschaft rum lag oder in Zäune gehängt war. Aber im Dorf oder zum Einkaufen war es jetzt nicht so toll, wenn das Teil als Stolperfalle vor diversen Läden ruhte.

Leider gibt es an dem XH-4 keine Möglichkeit, einen Ständer zu befestigen und so musste ein kleines Loch an geeigneter Stelle gebohrt werden, sodass der Ständer fixiert werden konnte. Ok, suboptimal, aber ging nicht anders.

Außerdem hat mein Roller jetzt eine Federgabel, was dem Ganzen ein völlig neues Fahrgefühl gibt. Zwar hat der XH-4 Balloonreifen, bei denen die Stöße durch das Luftpolster abgedämpft werden, aber ich fand es auf Kopfsteinplaster doch recht unangenehm.

Die Frage, ob denn eine Federgabel nicht zu viel Energie schlucke, kann ich verneinen ... oder doch, ja, sie schluckt ein wenig Energie, aber das tolle Fahrgefühl macht das wieder wett und davon ganz abgesehen, kann man meine Gabel auch fest stellen, wenn es denn sein muss. 

Und so rollere ich fröhlich über Stock und Stein, da staunen nicht nur die Kühe. Ok, die Kühe staunten und ich rollerte gerade nicht über Stock und Stein, sondern über eine gepflegte Nebenstraße, aber das will ich jetzt mal nicht so eng sehen. 

Donnerstag, 25. Mai 2017

Vatertagsgeschichten

Letztes Jahr am Vatertag war ich mit dem Fahrrad zwischen Büsum und Brunsbüttel unterwegs und ich freute mich, endlich Menschen in Schleswig-Holstein zu sehen, die sich bisher nicht so gezeigt hatten. Ich war schon der Meinung, dass diese Gegend Deutschlands überhaupt nicht besiedelt ist, aber am Vatertag werden die Bewohner - so es sie denn gibt - doch wohl ausschwärmen. Auf Fahrrädern, mit Bollerwagen und Bier. 

Nun, was soll ich sagen, sie waren spärlich, obwohl ich am nächsten Tag doch jede Menge Hinterlassenschaften in Form von Einweggrills etc. am Wegesrand gesichtet habe - also mindestens drei - und mich schon ein wenig wunderte, wer denn da gefeiert hat. 

Dieses Jahr am Vatertag radle ich vor Tau und Tag meine übliche Runde, pupse fröhlich Schmetterlinge und rülpse Sternenstaub, bevor die Radwege von Vätern und Nicht-Vätern, die reichlich Bier in Plastikbechern balancieren, verstopft sind. Nun, ich habe Glück, denn als ich nach zwei Stunden den heimatlichen Hafen wieder ansteuere, geht es los ... mit radelnden Vätern und Nichtvätern, in Horden, nebeneinander fahrend mindestens in Dreierreihe, mit reichlich Bier in Plastikbechern balancierend, dazu schallend laute Musik. Auf uns Niederrheiner ist eben Verlass ...

Menschenleere zwischen Büsum und Brunsbüttel

Mittwoch, 24. Mai 2017

Geplant, gesendet, geklappt

Dass ich ein absoluter Navigations- und Routenplanungs-Legastheniker bin, ist ja hinlänglich bekannt. Nun habe ich aber endlich mal Sonjas Tipp aufgenommen und mich bei Komoot angemeldet. Meine Güte, ist das einfach und selbst das Übertragen der Route auf das Garmin ist total easy. So geht Routenplanung. Naja, und so war ich heute mal in Krefeld shoppen. Mit dem Fahrrad ... und ohne Parkplatzprobleme ... äääääh ... die ich in Krefeld ja eigentlich nie habe, denn hinter dem Bahnhof ist ein großer Bezahlparkplatz und da ist immer viel frei und fußläufig zur City ist der auch.

Oh, mir steht die Welt offen, jetzt, wo ich Routenplanung kann. Aber gut, den Weg nach Krefeld kannte ich natürlich schon vorher. War ja auch nur ein Testlauf. Jetzt muss ich nur noch rauskriegen, wie man mit dem Fahrrad Zug fährt ... bzw., wie man überhaupt erst einmal ein Billett zieht und dann, dann steht mir die Welt offen.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Fakten über Funny

Dass ich als Kind in Italien gewohnt hatte, habe ich ja schon öfter erwähnt. Nun ist mir aus dem Nachlass meines Vaters ein Foto von diesem unglaublichen Blick auf die Isola Bella in die Hände gefallen. Aufgenommen ist es tatsächlich von unserer Terrasse aus.

Einmal im Jahr erzählte mein Vater, dass just an diesem - vorzugsweise leicht nebeligen - Abend ein Schiff vorüber fahren würde, mit gestorbenen Passagieren an Bord, die ihre Köpfe unter dem Arm trügen. Das fand ich mega-spannend, konnte aber leider nie etwas entdecken. Klar, tagsüber, die normalen Ausflugsschiffe. Aber nie so etwas spektakuläres, wie ein Schiff mit toten Passagieren, die ihre Köpfe ... und auch keine ersatzweise ausgesendeten Galeeren mit prächtigen Galionsfiguren und angeketteten Strafgefangenen. Aber gut, vielleicht stimmte das ja auch gar nicht und er hat sich das nur ausgedacht, man kann es nicht wissen. Was allerdings stimmt, ist, dass es auf der Nachbarinsel 'Isola Madre', wegen des örtlichen - aber ehemaligen - Friedhofes die "Totenstiege", la scala dei morti, gibt ... aber gut, Köpfe unter dem Arm erscheint mir aus heutiger Sicht dann vielleicht doch etwas weit her geholt.

Mei, war das schön da und ich beneide fast täglich die Leute, die jetzt dort wohnen.

Montag, 15. Mai 2017

Who the f*** is Gustav?

Das Wetter ist herrlich und ich habe so gar keine Lust, mich zu bewegen. Ich mag nicht Fahrrad fahren, nicht mit dem Roller auf Tour gehen und laufen mag ich schon gleich gar nicht. Aber Moment mal, da war doch noch was. Ach ja, richtig, Gustav, die Gummi-Ente könnte mal ausgefahren werden. Au ja, da haben ich Bock drauf. Also fluxx in die Garage, one million bicycles ... man könnte meinen, ich sei in Beijing ... zur Seite geräumt und Gustav aus seinem Exil befreit, sozusagen. Nur, verdammt, wo habe ich denn meinen Helm hin geräumt?

Na gut, dann fahre ich eben mit dem Fahrrad ... muss man sich ja nicht zwingend bei bewegen.