Samstag, 20. Dezember 2014

Driving home for Christmas

Rechtzeitig zu Weihnachten ist Annie wieder zu Hause. Ok, durch die Tieferlegung hat sich die Optik enorm verändert, aber es nützt ja alles nichts, wenn ich vorher nicht drauf kam, jetzt geht es perfekt. Sogar das Ankicken klappt im Stand und ohne Höckerchen. Da darf Annie auch aussehen, wie ein zum Sprung bereiter Puma ... äääh ... weißer Löwe ... und außerdem ist sie das ja auch. Pöööh!

Wie dem auch sei, die Enduro hat ein neues gebrauchtes Federbein von Wilbers (640 - 451 - 00) und die Gabelstandrohre wurden 15 mm durchgesteckt, womit wir auf eine Sitzhöhe von unglaublich hohen 84 cm kommen. Ich bin selber erstaunt, wie niedrig 84 cm sein können, denn eigentlich ist mir das zu hoch, aber hier ist es perfekt und entre nous, tiefer geht ja nun wwirklich nicht mehr. Außerdem wurde der Ständer gekürzt. 

Was in der Werkstatt auffiel, war, dass das Kettenradlager völlig erledigt war und so wurde das ausgetauscht und nach einer Probefahrt wurde mir ein sehr guter technischer Zustand versichert. Auf meine Frage, ob ich mit Annie Endurowandern gehen könnte, oder ob es da Bedenken gäbe, bekam ich eine positive Antwort. Nur Autobahnfahren sollte ich lieber nicht, weil der Motor nicht dafür gebaut wurde. Aber gut, das hatten wir ja schon bei meiner alten XL 500.

Als nächstes werden Zündschloss und Drehzahlmesser ausgetaucht und dann werden Annies Seitenteile und das vordere Schutzblech neu beklebt. Außerdem soll der "Pro Link" Schriftzug wieder auf die Schwinge.

Was ich jetzt noch organisieren muss ist ein unterer Kettenschleifer, denn der alte war definitiv auf, aber das hat noch etwas Zeit und eine kürzere Welle für den Drehzahlmesser. Ich glaube, ich habe einen Glücksgriff mit Annie getan.

Dienstag, 18. November 2014

Die 'R' ist Funny-kompatibel - Oder: Wer kann, der kann!

Eigentlich wollte ich diesen trüben Novembertag im Pyjama-Café, wie eine liebe Freundin es nennt, wenn sie den Tag im Schlafanzug begeht, verbringen. Ich bin schlapp, mein Auge tränt und mein Ellbogen fühlt sich immer noch an, wie ein rostiges Scharnier. Nein, heute bleibe ich direkt bettfertig. Also dachte ich zunächst ... Bis dann meine weltbeste Honda-Fachfrau anrief, um mich zum Probe sitzen einzuladen. Ich sollte mal bitte gucken kommen, ob die Höhe der XL so passt, ehe die Männer weiter machen und so verabredete ich mich für den frühen Nachmittag und verschwand im Bad.

Wie dem auch sei, die Sitzhöhe ist perfekt, ein neues Federbein hat es gerichtet. Jetzt fehlt nur noch TÜV und dann kann Annie wieder nach Hause. Ach ja, und der Ständer muss noch gekürzt werden. Langsam glaube ich, dass es wohl nichts gibt, was die in Kaldenkirchen nicht hinkriegen, ganz im Gegensatz zu einer gewissen Werkstatt im Kreisgebiet, deren Namen ich nie wieder sagen, hören oder lesen möchte!

Tja, wer kann, der kann und Honda, repsektive Tempo Zweirad-Treff kann definitiv.

Donnerstag, 6. November 2014

Mein weltbester Honda-Händler

Heute waren der Benjamin und ich verabredet, Annie zu Tempo-Zweirad-Treff - dem weltbesten Honda-Händler - nach Kaldenkirchen zu bringen, um sie tieferlegen zu lassen, bzw. dass dort geguckt wird, was überhaupt zu machen ist und was dann am Ende noch vom TÜV akzeptiert wird. 

Lil' Ben fuhr direkt von der Arbeit aus und wir trafen uns vor Ort um die Angelegenheit zu besprechen. Wichtig ist mir z. B., dass im Falle einer Tieferlegung, der originale Ständer nicht gekürzt, sondern ein anderer genommen wird und das am Schluss alles seine tüvvige Ordnung hat.

Wie dem auch sei, im Laufe des Gesprächs war auch die verhunzte Sitzbank ein Thema und Uli, die weltbeste Honda-Fachfrau verschwand mal kurz im Lager. Tja, was soll ich sagen ... tatatataaaaaa .... Überraschung! Eine hatte sie noch. 


Die nächsten Tage wohnt Annie nun in in der Werkstatt und wenn es eine Tieferlegungs-Lösung gibt, melden sie sich ... oder zwischendurch zum brain-stormen oder wenn es aussichtslos ist, was ich aber eher nicht glaube. Honda in Kaldenkirchen? Ein echt guter Laden und Annie eine echt coole Enduro.

Montag, 3. November 2014

R.I.P little Battery

Da war wohl nichts mehr zu machen, voll tiefenentspannt, die Batterie. Lil' Ben sollte Annie am Wochenende mitnehmen, um sie auf Zuverlässigkeit zu testen. Im Wegfahren bemerkte der Mann, dass es die Blinker nicht mehr taten und so wurde der Benjamin am nächstens Tag nach Hause beordert um die Batterie zu laden.


Tja, was soll ich groß erzählen, das Ding hat sein Leben ausgehaucht. Da geht gar nichts mehr und so wurde heute eine neue Batterie eingebaut - wie gut, dass der Mann im Autozubehör-Handel tätig ist. Aber wie blöd, dass er keinen Sinn für eine minutiöse Foto-Dokumentation hat und immer ein bisschen rum mault, wenn ich ihn zur Seite schiebe, um ein Bild zu machen ... oder zwei ... oder drei .... Naja gut, ich habe jedes Mal gesagt, "warte, ich muss erst meine Knipse holen" ... und bin zurück ins Haus geschlendert gerast, um meine Panasonic zu holen ... oder schlimmer noch, "bau noch mal aus" ... Aber pööööh, wenn er auch immer so voreilig ist und fertig werden will. So zum Beispiel, weil das Abendessen auf dem Herd wartet und er Hunger bis unter beide Arme hat. Nur, kann ich ja nix für.


Wie dem auch sei, jetzt geht wieder alles. Blinker, Beleuchtung, Hupe ... Für morgen steht das neue Zündschloss auf dem Programm.

Sonntag, 2. November 2014

Schloss Wolfskuhlen - Rheinberg/Budberg

Es ist Samstag, Allerheiligen 2014. Das Wetter ist ein Träumchen, 20°C bei herrlichstem Sonnenschein und so beschließen der Mann und ich, dass wir die Lage nutzen und einen Ausflug machen werden. Allein das wohin ist mal wieder die Frage. Nach endlosen hin und hers und für und widers ist es so gut wie Abend geworden und zu spät. 
"Morgen", sage ich "um Punkt 11 fahren wir los!" und der Mann nickt zustimmend bis skeptisch, ob ich auch fertig sein werde. Aber pöööh, bin ich, denn Termine sind zum Einhalten da.

Ich vertiefe mich in die Weiten des World Wide Web auf Google Maps und unsere Region und stolpere eher zufällig auf eine Seite, die Ausflugstipps für Rhein und Ruhr gibt. Hochinteressant, denke ich, als ich auf das 'Haus Wolfskuhlen" stoße, ein altes verfallenes Schloss, von dem es heißt, dass es dort spukt. Dass dort Kinder verbrannt, ermordet, oder sonstwie unnaürlich zu Tode gekommen sind und man diese Kinder noch heute nachts dort jammern hören könne. Ergo, genau das Richtige für kurz nach Halloween. Bloß nicht nachts, da ist das Wetter nicht mehr so schön. 

Dafür, dass das Wetter für den nächsten Tag - also für heute - nicht so gut sein sollte, ist es ein verdammt schöner Tag und so verlassen wir Grefrath bei knackigen 13°C without any Wölkchen am strahlend blauem Himmel um kurz vor 11 und wenden uns gen Nordosten. Das ist genau mein Wetter, da sind Nancy und ich mehr als Eins, denke ich, schiebe mir noch einmal die Brille unter dem Helm zurecht und setze zum Überholen an. Der Mann tut es mir gleich und so haben wir freie Fahrt. Als wir auf Kamp-Lintfort zufahren und das Kloster Kamp, dass malerisch auf einem Hügel thront und zwischen Bäumen eingebettet am Wegesrand auftaucht, ärgere ich mich ein weiteres Mal, dass man hier kein Foto machen kann ohne durch ein Zeckenfestival auf den Radweg zu hoppeln. Aber dazu habe ich auch heute keine Lust, obwohl sich das Laub rot verfärbt hat und es noch ein bisschen schöner aussieht. Aber gut, wer nicht will ... und das Kloster will offenbar nicht.

Ok, lange Wegbeschreibungen sind langweilig und eh immer das Gleiche, Ampel, Milchkanne, Zebrastreifen und den Kreisverkehr nicht zu vergessen und so kommen wir in Rheinberg/Budberg an und suchen die ... moah, schon wieder vergessen, wie dieses Wolfshaus heißt. Das hat mir echt schon eine schlaflose Nacht bereitet, weil mir dauernd der Name dieses Dingens nicht einfallen wollte. Aber gut ...

Irgendwann nach ein paar Links- und Rechtsabbiegungen finden wir eher im Vorbeifahren das Tor zur Auffahrt. Wir fahren ein paar Meter weiter und drehen um ... ich drehe noch ein weiteres Mal, um Nancy passend zu positionieren, während der Mann gegenüber wartet und mir nicht im Weg steht. Er weiß übrigens noch nicht, dass auch er noch einmal wenden muss, weil wir in meine Richtung weiter fahren werden.

Wie dem auch sei, ich stelle Nancy vor dem Grundstück ab und mache mein Foto. Leider kann man das Haus von der Straße aus nicht richtig sehen, weil ein Wall die Zufahrt versperrt. Allerdings führt ein Trampelpfad auf den Grund, den vermutlich Jugendliche für ihre okkulten Seancen, die sie im Haus abhalten und andere Touristen benutzen. Aber gut, es ist noch nicht kalt genug und die Zecken haben sich noch nicht in ihre Hinterzimmer verabschiedet und so verzichte ich darauf, den Hang hinauf zu kraxeln und die volle Pracht zu bestaunen. Nun, und während ich so meine Bilder vor mich hin schieße, höre ich ein paar Hühner in der Ferne gackern und tatsächlich denke ich für einen kurzen Moment, das Jammern der Kinder zu vernehmen.

Es ist erst kurz vor 12 und wir beschließen, noch ein anderes Ziel anzusteuern. Ich starte Nancy und der Mann wendet ...

Haus Wolfskuhle - Rheinberg/Budberg

Dienstag, 28. Oktober 2014

"R" heißt nicht "Reloaded"

Was ich mich immer wieder gefragt habe - tzäää, da kann man mal sehen, mit was für einem Schrott ich mich gedanklich befasse - ist die Sache mit der Typenbezeichnung. Die alte XL hieß mit Nachnamen "S" und die neue XL heißt "R". Nun, und nachdem ich also mal probiert habe, aufzusteigen wusste ich, was gemeint war. "S" steht für "Small" und das Nachfolgermodell XL 500 R bedeutet nicht etwa XL 500 Reloaded, sondern eindeutig  XL 500 Riesig. Meine Güte, ist das Ding hoch ... und während die Jungs noch fleißig das Ankicken üben, übe ich, überhaupt erst einmal drauf zu kommen. Und BTW, da ist nix mit "Füßen in den Boden stemmen", wenn die Fähre an die Kaimauer stößt. Aber gut, vielleicht hat ja der Honda-Händler noch einen Tieferlegungssatz.

Bis auf ein paar Schönheitsfehler ist die XL 500 R eigentlich fertig. Viel war nicht zu tun und noch nicht mal der Vergaser musste gereinigt werden. Der Motor läuft, die Kiste fährt, was will man mehr. Was allerdings noch gemacht werden muss ist auf jeden Fall die Sitzbank, aber der Polsterer weiß schon Bescheid, das Heck muss neu lackiert werden, aber der Entenbiker weiß schon Bescheid, die Seitenteile müssen neu beklebt werden und ... genau ... der Grafiker weiß schon Bescheid. Tja und dann? Ein paar Stellen im Lack ausbessern, ein neues Zündschloss und dann war es das. Ach ja, und er Ständer braucht eine andere Feder ... also eine ... ääääähhh ... hüstel ... Weil es ist nicht gut für kleine Funnys, wenn der Seitenständer automatisch zurück klappt, denn da kann es schon mal zu, sagen wir mal, Schwankungen kommen. Okeeeeeh, und eine gründliche (Hochdruck)Reinigung wäre auch nicht verkehrt. Das einzige und existentielle, dass wirklich gemacht werden muss, ist das Tieferlegen, denn sonst bleibt Annie ein Stehrumchen und da zeigt sich tatsächlich, dass schlappe 6 Zentimeter zwischen fahren und nicht fahren entscheiden.