Freitag, 19. September 2014

Die KLX 125 und Heidenau - Danke an Max

http://www.reifenwerk-heidenau.de/modules/0_fahrzeugsuche.htm?searchtyp=fahrzeugtyp


Einen Satz Reifen habe ich bestellt und sobald die aufgezogen und getestet sind, werde ich darüber berichten, was aber noch einen Moment dauern kann, denn die KLX hat erst kürzlich neue Dunlops bekommen und die wollen natürlich aufgetragen werden. Bis dahin kann ich nur sagen, dass es sich bei den Heidenaus um Stollenreifen handelt.

Montag, 11. August 2014

Curry Drive Inn - Funny was here

Jedes Mal, wenn ich von Viersen nach Hause fahre, komme ich am Curry Drive Inn vorbei und jedes Mal tropft der Zahn. Angehalten habe ich irgendwie noch nie, aber heute soll es sein und so biege ich von der Freiheitsstraße ab, um auf das Gelände dieses Imbiss-Lokals zu kommen. Im Internet habe ich es übrigens schon mal als Biker-Treff gelistet gesehen, aber das war der Vorgänger. Dieses ist kein Biker Treff und überhaupt, ich bin ja auch mit dem Hippiemobil unterwegs.

Wie dem auch sei, ich setze den Blinker und fahre auf das Gelände des Schnellimbisses und stelle zunächst einmal fest, dass die vorderen Parkplätze belegt sind und ein Werkstattwagen ziemlich ungünstig abgestellt ist. Ich quetsche das Hippiemobil durch die Engstelle und fahre hinter dem Gebäude entlang ... also ich würde hinter dem Gebäude entlang fahren, wenn nicht ein zersplitterter Blumenkasten groß und quer auf der Fahrbahn liegen würde. Ein vorbei kommen ohne Hand anzulegen ist nicht möglich und so schalte ich in den Leerlauf, ziehe die Handbremse an und steige aus, um das Ding in die Büsche zu kicken. Gut, hierfür kann der Gastwirt natürlich nichts, es ist windig ... aber trotzdem, es wird mir vermutlich in bleibender Erinnerung bleiben. Genauso, wie der starke Geruch nach Pommesbude. Nicht nach altem Fett, das will ich nicht gesagt haben, aber schon sehr ... deftig.

Nachdem ich wieder im Auto sitze und mir auf der anderen Seite einen Parkplatz aussuche, registriere ich, dass das Gelände recht ungepflegt aussieht, doch ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und betrete den Laden. "Eigentlich nett gemacht", denke ich und stelle mich an die Theke, um meine Bestellung aufzugeben, aber obwohl das Lokal ziemlich leer ist, werde ich erst ein mal nicht beachtet. Der Frittenfachverkäufer scheint mir mit den 3 Tischen, von denen einer schon abgefertigt ist, ziemlich überfordert zu sein, denn er rödelt schon arg herum. Außerdem hat er Angst vor den spritzenden Fett auf dem Bratwurströster, denn jedes Mal, wenn er eine Wurst umdreht, zuckt er zusammen und zieht die Hand schnell wieder weg. Gut, als ausgebildete Köchin amüsiert mich die ganze Szenerie etwas ... Hey, der Laden ist so gut wie leer! Es gehen in der Zeit, in der ich anstehe, 3 Currywurst mit Pommes raus!

Endlich bin ich dran und der junge Mann hinter dem Tresen ganz bei mir. Ich bestelle eine echte Berliner Currywurst - so wird die Wurst dort angepriesen - zum mitnehmen, wobei ich gefragt werde, ob die normal, pikant oder fruchtig sein soll. "Pikant ist scharf?" frage ich, was bestätigt wird und so ordere ich diese Variante. Tja, was soll ich großartig erzählen? Die Currysauce ist geschmacklich recht wässerig und weil die Wurst auch nicht so der Hit ist, gibt es leider nur einen von drei Punkten - denn die darüber gestreuten Trockenchili-Flocken könnten schon einiges, denn dass ich eine außgesprochene Scharfesserin bin, dafür kann ja der Wirt nichts. Wie dem auch sei, muss trotzdem nicht unbedingt sein.

Donnerstag, 7. August 2014

Ellys Bikertreff - Funny was here

"Boah, ich hab' Bock auf Bock und Currywurst und Pommes", denke ich und dieses Mal lasse ich keine Ausreden gelten. Ich fahre zu Ellys Bikertreff, wie ich es schon immer vor hatte. Einmal war ich mit dem Enten-Biker da und es hatte uns beiden sehr gut gefallen. Man sitzt schön, zwar an der Bundesstraße, aber das fand ich, fanden wir nicht im geringsten störend.

Wie dem auch sei, heute mache ich Nägel mit Köpfen, hole Nancy aus der Garage und in Nullkommanichts verlasse ich den Grefrather Süden und biege an der davorne_igen T-Junction, rechts auf die B 509 ein um mich an der Ampelkreuzung ein paar Meter weiter nach links in Richtung Viersen einzuordnen. Die Ampel springt um und eigentlich könnte ich ja jetzt Gas geben, doch vor mir zockelt ein Kombi mit gemütlichen 80 km/h über die Landstraße und an ein vorbei kommen ist nicht zu denken. Irgendwann kommt mir das Lied vom Schmidtchen Schleicher in den Sinn, allerdings nur, weil ich wegen des Geschleiches vor mich hin grummel, denn elastische Beine hat das Auto, bzw. dessen Fahrer definitiv nicht. In Süchteln angekommen, stelle ich belustig fest, dass der Kombi - ein Ford Mondeo übrigens - offensichtlich nur 80 km/h kann, denn hier hängt er mich in Windeseile ab. In gemäßigtem Tempo fahre ich eine Weile durch Süchteln und biege an der in Frage kommenden Kreuzung recht nach "Alle Ziele" ab. Manchmal frage ich mich, ob es diesen mysteriösen Ort überhaupt gibt und ob alle Wege dorthin führen, denn diesen Richtungsweiser sehe ich an unterschiedlichen Stellen immer mal wieder, bin aber nie dort angekommen. 

Nun ja, ich biege also nach rechts ab, fahre die Süchtelner Höhen hinauf und halte mich an die Tempo-30-Vorgabe während ich überlege, warum man die Geschwindigkeitsbegrenzungen an Schulen nicht in den Ferien kippen kann. Man könnte doch ein Schild anbringen, 

"Gilt nicht in der Zeit vom ... bis ... " 

Aber gut, ist jetzt eben so. Auf dem Rückweg wird es übrigens haariger. Da geht es bergab und es steht ein Blitzer am Wegesrand. Allerdings darf man da 50.

So, weiter geht es. Ich passiere das China-Restaurant, die Mülldeponie, die Autobahnauffahrten Venlo und Koblenz, und erreiche Dülken, einen weiteren Ortsteil der Stadt Viersen. Tja, Dülken, ich hasse diese Ortsdurchfahrt und es kann mich kein Deniz zum Döner locken und auch der Imbiss nebenan findet keine Gnade und außerdem will ich ja zu Elly ... Puuuh, endlich habe ich den Ort passiert und weil ich immer noch muffelig bin, will ich auch nicht in die Florida Bar in Viersen-Hausen, obwohl ich eigentlich hübch genug bin ... aber in meinen Bikerklamotten vermutlich nicht leicht genug bekleidet ... he, du komms' hier nett rein ... Okeeeh, will ich ja auch gar nicht. Nicht heute und nicht irgendwann ...

Nun, was gibt es groß zu erzählen, es folgt Mönchengladbach Hardt etc ... auf den Wegweiser nach Erkelenz achten und schon bin ich nach ca. 25 km bei Ellys Bikertreff angekommen. Der Parkplatz ist recht leer und auf den Stühlen draußen sitzt auch niemand, aber es ist noch früh am Tage, gerade mal 12 Uhr und das auch noch unter der Woche. Ich stelle Nancy ab, dekoriere sie mit meinem Helm und spaziere dem Eingang entgegen. Eigentlich hatte ich immer gedacht, dass es draußen nur die Tische gibt, ansonsten ein Plätzchen im Lokal, aber weit gefehlt. Im Innenhof liegt ein schöner Biergarten mit ausreichend Tischen, den man von der Straße aus gar nicht sieht. Aber auch hier ist niemand und so betrete ich das Lokal. 

An einem Tisch sitzen zwei Männer, mittleren Alters beim Mittagessen - Nudeln mit Gulasch - und Elly, die mich sofort in die Runde einlädt, damit ich nicht alleine draußen sitzen muss. Aber weil Funny ja etwas zurückhaltend ist, zögert sie noch ein wenig, wägt ab ... und entscheidet sich dann doch für einen Platz mit Familienanschluss, sozusagen. 

Ich bestelle eine Cola und bin sofort integriert. Also so etwas Nettes und Unkompliziertes habe noch nicht erlebt. Als ob man sich schon jahrelang kennt ... und nicht nur von Facebook. Im Laufe der Zeit trudeln immer wieder neue Leute ein, andere gehen und als ich das erste Mal auf die Uhr schaue, ist es schon drei. Uuuuupsi! Schnell zahle ich meine Zeche und verabschiede mich, denn Ruben, der ältere Sohn wollte mit dem LKW vorbei kommen, um zu Hause Rast zu machen und zu duschen, bevor es weiter nach Bedum zum Abladen geht. Gut, wenn man autobahnnah wohnt.

Fazitär lässt sich sagen, dass aus der geplanten schnellen Currywurst mit Pommes ein wirklich schöner Nachmittag mit der einen oder anderen Cola und ungezwungenen Gesprächen wurde. Toll, hier komme ich bestimmt noch öfter her.

Montag, 4. August 2014

Dunkles Brot mit Blumenkonfetti - gluten-, lactose-, weizenfrei

Das unsere Protagonistin dummerweise mit diversen Nahrungsmittelunverträglichkeiten gesegnet ist, ist ja mittlerweile bekannt, denke ich mal. Besonders blöd ist das, wenn es an die Verpflegung unterwegs geht, denn da kommt es auf eine minutiöse Einhaltung der Diät-Regeln an, wenn man keine bösen Überraschungen erleben will ... obwohl es für Funny ja eigentlich keine Überraschungen sind. De facto sieht das also so aus, dass Funny vor Antritt einer Fahrt nichts isst und unterwegs auch keine Futterpausen einlegt, was natürlich an den Kräften zehrt.

Wie dem auch sei, käuflich erwerbbare Glutenfrei-Brote sind oft staubtrocken und schmecken zudem meistens nicht. Und wenn sie doch mal schmecken sollten, dann nur getoastet, was sich allerdings in der Provianttüte auch wieder nicht so gut macht.

Ok, selbst ist die Frau und Funny wäre natürlich nicht Funny, wenn sie nicht an dem Problem arbeitete und getreu dem Motto "Funny (also ich) biket und backt (und gibt nicht auf)", habe ich mich mal wieder an ein Brot-Rezept gemacht und siehe da, das Ergebnis ist durchaus überzeugend - sowohl geschmacklich, als auch konsistenziell.

Für ein kleines Brot benötigt man:
1 Tütchen Trockenhefe
2 TL Blütenkonfetti von Herbaria 
(alternativ kann man natürlich auch 1 TL Brotgewürz und 1/2 TL Salz nehmen oder nur Salz in nicht von mir ausprobierter Menge)
1 Schuss Olivenöl
260 ml Wasser


Die trockenen Zutaten werden gut vermischt und dann mit dem Olivenöl und dem Wasser zu einem glatten Teig verknetet. Eine kleinere Kastenform gefettet, der Teig hinein geben und glatt gestrichen. Die Form mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen. Also so, wie man das mit Hefeteig eben so macht. Nach ungefähr einer halben Stunde den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen und wenn die Temperatur erreicht ist, das Brot auf mittlerer Schiene zunächst für 15 Minuten backen. Die Hitze nach Ablauf der Zeit auf 230°C reduzieren und das Brot in weiteren 25 Minuten fertig backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.


Nun, was soll ich sagen? Das Brot ist außen wunderbar knusprig und innen schön fluffig. Geschmacklich kann es mit normalem Brot absolut mithalten ... und ob es sich als Proviant für eine Tagestour bewährt, werde ich demnächst erzählen.