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Montag, 28. März 2016

Radeln mit der Rentnergang

Erwin und Annemarie warten schon, als ich mit Travis am Treffpunkt ankomme und nach und nach trudeln Hans, Bruno, Esther und Hildegard mit ihren E-Bikes ein. Peter ist nur zum Winken gekommen, er hat im Garten zu tun. Ich bin die einzige, die mit reinem Muskelschmalz unterwegs ist und daher hatte ich bisher immer Bedenken, mit meinem Rentner-Trupp auf Tour zu gehen. Aber, um es vorweg zu nehmen, ich bin noch nie so gemütlich durch die Gegend gefahren, wie an diesem sonnigen Karsamstag, Anno Domini 2016.

Kurz, aber nur pro forma, wird über das Zeil debattiert, denn eigentlich steht schon fest, dass es nach Herongen geht, um das Schleusenhaus zu sehen, welches unter Napoleon errichtet wurde, als dieser seiner Zeit den Nordkanal bauplante und nicht fertig stellte. 

Kurz nach 12 Uhr ist Abfahrt und die Gruppe setzt sich gemächlich in Bewegung. Ich bin erstaunt, wie zielsicher es mal links rum und mal rechts rum geht, niemand ist wirklich Leader - und ich erst recht nicht - und wir plötzlich und ganz unvermittelt am 'Fliegerhorst Venlo' - wohl auf deutschem Gebiet - auskommen, den ich schon auf Um- und Irrwegen gestreift hatte. Am zugehörigen Gedenkplatz machen wir eine kurze Pause und ein bisschen Geschichte, die ich nutze, um vorsichtshalber das mobile Netz von meinem Phönchen abzustellen. Man kann ja nie wissen, wann man in's holländische Netz eingebucht wird. Aber ich scheine Glück gehabt zu haben, die obligatorische SMS ist noch nicht gekommen. 

Nachdem Bruno eine kleine Reparatur an Esthers Fahrrad vorgenommen hat, geht es weiter. Ich bin überrascht, wie langsam man mit einem E-Bike fahren kann, ohne umzukippen, aber die Reisegeschwindigkeit bewegt sich tatsächlich nur zwischen 11 und 13 km/h. Hildegard fragt mich, ob ich sonst schneller unterwegs wäre und ich antworte wahrheitsgemäß, dass das eher meine Anhalte- und Stehgeschwindigkeit wäre, aber am Ende des Tages werde ich feststellen, dass wir ohne wesentliche Zeiteinbußen auch an's Ziel gekommen sind. Aber gut, vielleicht lag das ja auch daran, dass ich die 14 Kilometer, die ich für die An- und Abfahrt benötigt habe, echt gerast bin. 

Wir kommen irgendwie hintenrum nach Venlo und ich bin ziemlich verwundert, denn ersten kenne ich diese Ortseinfahrt noch nicht und zweitens habe ich mich vor Kurzem noch ziemlich abgequält (und verfahren), um an genau diese Stelle zu kommen. Dabei war es ganz einfach und wir haben noch nicht einmal eine Stunde gebraucht. Aber, wir wollen ja nach Herongen zum Napoleonhaus und so radeln wir über die Brücke, die über die A 40 und uns wieder nach Deutschland führt. 

Meine Kette springt ab und der gute Bruno ist sofort zur Stelle und bringt die Sache in Ordnung. Dumm nur, dass die Kette dermaßen gut geölt ist, dass Brunos Hände aussehen, als hätte er gerade eine Operation am offenen Herzen eines Treckers durchgeführt. Aber er ist nicht pingelig, wischt sich die Hände mit einem Taschentuch mehr recht als schlecht und eher erfolglos sauber, sodass ich ihm etwas Wasser aus meiner Trinkflasche spendiere. Aber nützt auch nichts. 

Während Hildegard ein Wegweiser-Plakat zu einem Zierfisch-Laden betrachtet und erzählt, dass sie hier ebensolche Exemplare gekauft hat, frage ich einen Lagereinkäufer bei Kühne, nach dem Weg zum Schleusenhaus. Der freundliche Herr ist aber definitiv der falsche Ansprechpartner, denn er entpuppt sich als Holländer und weiß es auch nicht. Aber gut, damit muss man im Grenzgebiet natürlich rechnen. Es sind nicht immer nur die Deutschen, die im Nachbarland einkaufen, umgekehrt geht auch. 

Wie dem auch sei, wir finden das Haus und stellen fest, dass der Zierfisch-Laden hier seine Räumlichkeiten hat, was aber nicht besonders verwunderlich ist. Handelt es sich doch im weitesten Sinne auch um Kanal-Verkehr. Also so irgendwie. Ich esse einen Müsli-Riegel. 


Fortsetzung folg ...

Samstag, 19. März 2016

Generalprobe light

Ich liege im Bett und schwelge kulinarisch vor mich hin. Dabei muss ich allerdings aufpassen, dass ich bei dem Gedanken an diverse (und viele) belegte Brötchen vom Bäcker das Kopfkissen nicht voll sabbere. Aber immerhin treibe ich ja Sport, damit ich Kekse essen kann, oder so. Wie dem auch sei, heute starte ich meine Genralprobe und fahre mit dem Fahrrad nach Krefeld Uerdingen. Das sind auf einer Strecke ungefähr 30 Kilometer - und dann muss ich ja auch noch zurück. 

Beim vollwertigen Frühstück mit Dinkelflocken studiere ich die Rad-Karte und notiere mir die Knotenpunkte, nach denen ich mich unterwegs richten werde. Also genauer gesagt notiere ich die Knotenpunkte, solange es nicht kompliziert ist. 

Zwei Stunden später bin ich abfahrbereit. Die Lenkertasche ist gepackt - vorwiegend mit Proviant, Kamera und Stativ - und noch schnell ein Vollkornbrot mit etwas Butter und Rinderschinken verputzt. Es kann losgehen. 

Ich habe vor, bis St. Tönis Feldwege zu benutzen und ab St. Tönis dann zu gucken, wie es weiter geht - und so mache ich es auch. Als ich so zwischen Gefrath und Oedt (auch Grefrath, nur auf der falschen Seite der Niers) bin, sehe ich einige Landarbeiter auf einem Feld. Ein Hänger semi-blockiert den Weg und der zuständige Bauer ist gerade dabei, diesen per Trecker mit einer riesigen Baggerschaufel mit Mist zu befüllen. 'Boah', denke ich und beäuge Baggerschaufel und Mann misstrauisch, 'wenn der jetzt ablädt, bin ich gemistet', aber er wartet höflich ab, bis ich vorbei bin ... zu wessen Glück auch immer. 

Weiter geht es. Ich wundere mich ein wenig sowohl über die Streckenführung der Radwanderkarte, als auch über das pfadfinderische Geschick des Beschilderers und hoffe inständig, dass dieser Job am Nordkapp, wo ich nicht ortskundig bin, nicht von einem arbeitsplatzbeschafften Mitarbeiter erledigt wird. Ich habe immerhin bei Zeiten gewusst, dass Geographie nicht so mein Studienfach ist und habe mich nach drei Semestern der Gastronomie zugewendet. Essen liegt mir einfach mehr. Aber vielleicht war der Schildersteller ja auch ein Beauftragter des Kreises und es gibt, pro gelistetem Radweg-Kilometer, Zuschüsse vom Land. Kann ja auch sein. 

Wie dem auch sei verlasse ich Oedt nach einigen kleineren Schlenker-Umwegen und biege nach rechts in's Feld ab. Am ersten Pferdehof, den ich passiere, freue ich mich ausgiebig darüber, dass Özlem mal wieder nur das gehört hat, was sie für wichtig erachtet und sich schon mal im Handschuhfach der Honda gemütlich eingerichtet hat. Nun, da kann sie lange warten und ich lege eine erste Pause ein. Ok, ich bin erst siebendreiviertel Kilometer weit gekommen, aber man muss die Pausen legen, wie die Foto-Motive fallen, sozusagen. Zum futtern ist es leider noch zu früh.


Nachdem ich noch den einen oder anderen Pferdehof hinter mir gelassen und die Hausbesitzer links und rechts des Wegesrandes glühend ob der fantastischen Wohnlage und der Baukultur beneidet habe komme ich an eine Bundesstraße und weiß nicht so recht, wo es weiter geht. Auf der anderen Seite kommt ein älterer Herr geradelt, der die Straße überquert und in 'meinen' Feldweg einbiegt. Ich halte ihn an und frage, wo es denn längs geht. Er erklärt es mir freundlich, denkt dabei nach, was am einfachsten ist und beschließt, dass es am einfachsten sei, ein Stück mit ihm zu fahren, was ich auch tue. Ey, der Mann trägt Helm, über einer Strickmütze, was soll er Böses im Schilde führen? Wir fahren ein paar Meter und ich habe ein schlechtes Gewissen, denn während er ordentlich strampelt radel ich ganz locker neben ihm her und muss mich sogar etwas bremsen. Irgendwie erinnert mich die Situation an einen Trainer, der neben seinem japsenden Jogger-Schützling her radelt und ihn anfeuert. An der richtigen Stelle verabschiedet sich der Senior mit den Worten: "Da geht's lang, bis zur nächsten Kreuzung und dann ... " und radelt winkend weiter. Ab jetzt ist er wieder der Schnellere. 

Weiter geht es. An einem stinkenden Obsthof vorbei, an hübschen Häusern und an weniger hübschen Gehöften und umgekehrt, bis ich auf die Düsseldorfer Straße, der Landstraße zwischen Kempen und Tönisvorst stoße und mich nach rechts, dem Knotenpunkt 16 zuwende, der mitten in St. Tönis beheimatet ist. Ein paar Meter weiter mache ich meine erste Futter-Pause. Ich mampfe zwei Prinzenrolle-Kekse und setzte die Wasserflasche an.  Drei habe ich mit. Wasserflaschen. Kekse leider nur zwei.

Gesättigt und frisch gestärkt erreiche ich das Zentrum von St. Tönis und verliere den Radweg. Aber gut, ich habe die Strecke auch nur bis hierher geplant und ab jetzt kenne ich den Weg auch so. Also mit dem Auto. Mein Ergeiz liegt allerdings darin, den richtigen Radwanderweg zu finden, was hier der Euregio-Radwanderweg ist, aber irgendwie ... Nun gut. Ich verfahre mich und frage eine Briefträgerin, wo es denn lang geht. Immerhin ist sie auch mit dem Rad unterwegs und müsste es eigentlich wissen. Dumm nur, dass der Euregio nicht ihr Bezirk ist. Also beschließen wir gemeinsam, dass ich einfach der B509 folge, die auch einen Radweg hat. Ist zwar nicht so schön, aber es sollte gehen. 'Nicht so schön' entpuppt sich als ein Radweg in unglaublich schlechtem Zustand. Ich gehe aus dem Sattel, um die Schläge abzufangen. Meinen Rücken brauche ich noch - und zwar einteilig.

Ich erreiche Krefeld. Der Radweg ist breit und der Bürgersteig, der nebendran ist, ist noch breiter. Ein älterer Herr läuft in die gleiche Richtung in die ich fahre und zieht ein Aktenköfferchen hinter sich her. Plötzlich schwenkt er ohne zu gucken nach links und betritt den Radweg. Er will wohl zu der Straßenbahn-Haltestelle, die sich in der Mitte des vierspurigen Zubringers befindet. Ich lege eine Vollbremsung hin und kreische derartig hysterisch: "Vorsicht, Vooooorsäääääächt!", dass es Oskar Matzerath zur Ehre gereicht hätte und ich bin heilfroh, dass Glas heutzutage auch nicht mehr das ist, was es mal war. Alles bleibt heile - inklusive dem Mann und mir. Aber es war knapp - verdammt knapp. Nur was ist das? Der Typ lächelt! Unglaublich! Der hat nichts mitgekriegt. Und er lächelt immer noch, als ich mich völlig verdattert entschuldige. Häää? Hallo? ICH entschuldige mich? "Meine Güte, bin ich wohlerzogen", denke ich und brülle - um den Image-Schaden in Grenzen zu halten - im Weiterfahren, dass es auch ganz nett gewesen wäre, wenn auch er sich bei mir entschuldigt hätte, immerhin wäre es sein Part gewesen und nicht meiner. Hmpfff ... 

Langer Rede, kurzer Sinn, ich durchquere Krefeld auf direktem Weg und erreiche - ortskundig, wie ich nun mal bin - nach insgesamt 31 Kilometern und 2 Stunden Fahrt den Rhein in Uerdingen. 

  
Nach ein paar Fotos und einem Müsli-Riegel trete ich die Heimreise an. Geplant war, nun in's Zentrum zu radeln und dort den Zug zurück zu nehmen. Also los! Ein halbes Vermögen und 10 Minuten später, steige ich am Kempener Bahnhof wieder aus dem Zug und radel die letzten 12 Kilometer nach Hause. Nein, cut, CUT! Ich bin nämlich kein Stück kaputt und fahre wieder zurück. Mit dem Fahrrad. Den ganzen Weg ... Den ganzen weiten Weg, wohlgemerkt ... und tröste mich anderthalb Stunden später damit, dass, wenn ich den Zug genommen hätte, jetzt auch nicht weiter wäre, als ich es gerade bin ... nur halt nicht so schlapp.

Jetzt brauche ich einen Plan B! Denn ob ich morgen noch einmal Lust auf so eine Strecke hätte? Gut, das kann ich jetzt noch nicht wissen. Aber ein 'Plan B' ist immer gut.

Mittwoch, 16. März 2016

Flieg, Funny, flieg

Sportler zu sein ist ja manchmal schon etwas nervig. Z. B. dann, wenn man gemütlich auf dem Sofa liegt, ein Mittagsschläfchen hält ... äääh ... ein Mittagsschläfchen hielt und plötzlich anfängt, zu zappeln, weil man sich bewegen will. Moah, krampfhaft versuche ich, meinen Hintern in die Polster zu pressen, aber es gelingt mir diesmal nicht und so ziehe ich seufzend u. a. meine Klick-Schuhe an und hole Travis aus der Garage. 

Boah, ich bin total gut drauf und so fliegen Travis und ich förmlich den Schlibecker Berg hinauf. Blöd ist jetzt nur, dass der Tacho nicht funktioniert und ich meine Triumpf-Fahrt nicht auch noch in Zahlen vor mir sehen kann. Aber gut, so bilde ich mir halt ein, dass ich mit mindestens 16 Sachen da hoch gebrettert bin. Immerhin brennen meine Oberschenkel tüchtig und meine Lungenflügel explodieren - erst links, dann rechts - und während ich aus dem Sattel gehe, frage ich mich, was ich machen würde, wenn ich plötzlich nicht mehr weiter treten könnte und das Rad quasi stehen bleibt, das Ganze natürlich in Klick-Schuhen. Aber gut, ich werde den Mechanismus zu Hause noch ein wenig weicher stellen und vielleicht den einen oder anderen Tropfen Öl aufbringen. Ich meine, es ist ja auch blöd, wenn man spontan anhalten will, weil man ein gutes Fotomotiv gesehen hat ... und dann lieber noch zwei Meter weiter fährt, um nicht umzukippen, weil man wieder nicht an die Klicker gedacht hat. Aber gut, diese Stelle war eh besser.

Freitag, 11. März 2016

Schleichend weniger

Musste ich mich noch vor kurzem in Lil' Ben's Motorradkluft in Größe M hinein quetschen und tunlichst die Luft anhalten, so geht es mittlerweile mühelos. Ok, das ist jetzt nicht so mein Style, aber trotzdem cool zu sehen, wie sich die Figur verändert, auch wenn sich auf der Waage nicht mehr allzu viel tut.

Sonntag, 6. März 2016

Start und Ziel NOK

Hier wird meine Tour beginnen und genau hier werde ich dann eine Woche später hoffentlich wieder ankommen.  Boah, ich bin aufgeregt und würde am Liebsten direkt schon los fahren. Aber ein kleines bisschen werden wir uns noch gedulden müssen. Nur ich wusste gar nicht, dass Kiel im Gebirge liegt.

Donnerstag, 3. März 2016

Jawollo!

Und wieder eine Sorge weniger. Angedacht war eigentlich, dass das Hippiemobil eine Anhängerkupplung bekommt und ich mit Fahrradträger nach Kiel fahren muss. Nun, was soll ich sagen, mit dem Gedanken wurde ich irgendwie nicht warm. Mein Auto ist echt schmal und dann da hinten dieses Ding drauf? Man muss ständig aufpassen, dass man nirgendwo hängen  bleibt, es muss geparkt werden ... Nein, nein, nein, Funny und Fahrradträger sind nicht kompatibel. 

Als nächstes habe ich überlegt, dass ich einfach mit dem Zug reise und Verbindungen raus gesucht. So weit, so gut, wenn man nicht ständig umsteigen müsste. Eine direkte IC-Verbindung gibt es, ich müsste morgens um halb sieben in Düsseldorf einsteigen und wäre gegen Mittag in Kiel. Perfekto. Die Rückreise ist jetzt leider nicht ganz so ideal, denn ich müsste einen Tag vorher abreisen. Ok, das ginge schon, 18:00 Uhr ab Kiel, ohne umsteigen, aber das ist mir zu stressig. Morgens bin ich noch in Rendsburg, habe knappe 50 km vor mir und es dürfte nichts dazwischen kommen, was länger als drei Stunden dauert. Nein, ich weiß nicht. "Gut", dachte ich, "ich mache das einfach davon abhängig, ob Travis in's Hippiemobil hinein passt", was allerdings bei einem früheren Versuch nicht funktioniert hatte. Tja, was soll ich sagen? Das erste Mal tat's noch weh, das zweite Mal nicht mehr so sehr ... trallala ... Passt!

Okeeeh, ein bisschen tricky war es schon. Das Vorderrad musste ausgebaut werden, der vordere Gepäckträger kam ab, die Rückbank wurde nicht gewickelt, sondern geklappt, der Beifahrersitz nach vorne geschoben ... ét voilà, geht doch. 


Mittwoch, 2. März 2016

Probepacken NOK

Heute sind meine Packtaschen angekommen und ich kann weiter planen, sozusagen. Ich war mir ja unsicher, wie viel 2 x 20 Liter tatsächlich sind und ziemlich gespannt auf das Volumen der Ortlieb Back Roller. Meine vorläufige Packliste stand seit einigen Tagen und ich konnte es kaum erwarten, alles einzupacken. 

In der Lenkertasche sind meine Sachen, die ich unterwegs brauchen könnte. Also Regenbekleidung, Handschuhe, Unterziehmütze für den Helm, Karten, Mantelheber, Ersatzschlauch, Handy und Portemonnaie. Außerdem Tagebuch und Schreibzeug, Fotoapparat und Mini-Stativ. Später kommt noch der Tagesproviant dazu. 

An Bekleidung nehme ich natürlich Unterwäsche (ist schon in der Tasche), Socken, Handtuch, Buff (ich denke, dass das aber besser in die Lenkertasche kommt), Jeans - die ich auf der Autofahrt anziehen werde, dafür kommt eine Radhose in die Tasche -, zwei Radtrikots - von denen ich eines anziehen werde, ein T-Shirt zum Anziehen und eines zum Schlafen. In der brauen Handtasche ist mein Waschzeug. Diese Art "Kultur-Beutel" hat sich bewährt, weil man die Tasche überall mit hinnehmen kann, ohne das gleich jeder sieht, dass es Waschzeug ist. Außerdem kann man die Tasche besser in den Örtlichkeiten aufhängen.


So, diese Sachen passen locker in eine der beiden Packtaschen. Die zweite ist jetzt noch frei für meine Asics, Ladegeräte, Kindle, etc. Was halt so alles mit muss. Aber ich wette, dass diese Sachen auch noch ein die bereits gefüllte Tasche passen würden. Allerdings soll man ja beide Seiten gewichtstechnisch gleich beladen und warum sollte ich quetschen, wenn ich Platz satt habe. Am Tag X werde ich natürlich anders, also gemischter packen, ist klar. Aber so für's erste und den groben Überblick ist das ok. Eine Sorge weniger. Die gepackte Tasche wiegt übrigens 3, 5 Kilo. Da kann man nicht meckern.

Dienstag, 1. März 2016

Keep cool, Gevatter, von oben sieht es sich besser!

Es war einmal vor langer Zeit, als die Leitungen kurz und der Euro noch nicht erfunden war - also man könnte sagen: "Als der Groschen noch was flotter fallen konnte". HEUREKA! Ich hab's begriffen. Oder auf Neudeutsch: "Jawollo, geht doch!" Nachdem ich den Blickwinkel verändert und auf Weitsicht-Modus geschaltet habe, sozusagen. Und plötzlich erschloss sich mir des ganzen Rätsels Lösung. Wie von Zauberhand und ganz von selbst. Weil Schiebe-Puzzle kann ich. Nur nicht Sudoku. Ist doch puppi! Echt ey, voll Baby! Meine Güte, was eine Aufregung. 

Nun könnte ich von Kiel aus direkt nach Suchdorf... (Hahaha, ob da der Name Programm ist?) ... an den Kanal radeln, es geht einfach nur gerade aus, oder ich könnte an der Förde  entlang nach Holtenau fahren. Okeeeh, wäre bestimmt reizvoller, direkt das ... *hüstel* ... Meer zu sehen. Hätte bestimmt mehr Urlaubsfeeling. Aber mal sehen, wie aufgeregt ich bin und ich könnte mir das ja auch für den Rückweg aufheben ... wenn ich schon genügend Wasser und Schiffe gesehen habe.

Was wohl bleibt, ist zu hoffen, dass an kniffeligen Stellen ein Stuhl am Wegesrand steht, auf den ich mich stellen kann um die Karte leichter betrachten zu können. Denn von oben sieht es sich besser.