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Freitag, 8. Mai 2015

Camping Wesertal

Ich glaube, dass in dieser Region Belgiens französisch gesprochen wird und bringe Svenja gerade bei, dass "salut salaud" (=> salüh saloh) zwar hübsch klingt, aber nicht "Halli Hallo" bedeutet und "une putain" kein halbes Hähnchen ist, als eine Frau auf uns zu kommt. Sie stellt sich als Claudia vor und ist eine der beiden Platzbetreiberinnen. Wir checken ein und dann zeigt sie uns den kleinen, aber feinen Platz, der ganz nach meinem Geschmack ist. Man kann sein Zelt sowohl auf einer der Wiesen, als auch im angrenzenden Wäldchen am Ufer der Weser aufschlagen, aber wir entscheiden uns für ein kleines Areal nahe des Waschhauses.

Schnell (Svenja) und weniger schnell (Funny) sind die Zelte aufgebaut, was mir ehrlich gesagt den Rest gibt. Ich bin völlig erledigt und es ist echt warm. Meine Klamotten sind klatschenass geschwitzt und sobald meine Ankleide steht, ziehe ich mich um. Svenja schlägt vor, über den Platz zu schlendern und dabei ein paar Fotos zu schießen, was wir auch machen. Es ist wirklich schön hier. Die Weser - die nicht unsere Weser ist - plätschert lustig in ihrem Bett, aber ansonsten ist alles ruhig. Ein paar Meter weiter schlägt eine fünfköpfige Familie ihr Lager auf, aber auch davon bekommt man nicht viel mit. Mir erscheint alles irgendwie so surreal, so fernab vom normalen Leben. Aber ist es ja auch.

Später baut Svenja die Küche auf und brät unter Pieps' und Özlems wachsamen Augen das mitgebrachte Entrecote, während auch ich auf meine Ernährung achte und nur ein Brot esse. Ich möchte nichts von dem angebotenen Fleisch, denn Gebratenes vertrage ich nicht so gut und jetzt kann ich Unbekömmlichkeiten so gar nicht gebrauchen. Langsam lassen wir den Abend ausklingen, gehen noch zur Spülküche um das Geschirr zu reinigen und kurz darauf verziehen wir uns schon in unsere Zelte. Das war ein wirklich schöner, entspannter Abend - unglaublich chillig.

In der Nacht regnet es und auch ein kräftiger Wind weht. Anfänglich bin ich etwas beunruhigt, ob meine halb eingeschlagenen Zeltnägel halten, aber irgendwann ist mir das auch egal und ich falle in einen unruhigen Schlaf. Manchmal bin ich so k. o., dass ich vor lauter Müdigkeit nicht schlafen kann und so bin ich um 6 Uhr morgens schon wieder gestiefelt und gespornt. Meine Sachen sind gepackt und ich marschiere zum Waschhaus. Als ich fertig bin, schläft Svenja immer noch - aber gut, es ist mal gerade viertel nach 6 - und so lege ich mich noch ein Weilchen in mein Zelt, auf das immer noch der Regen trommelt und döse vor mich hin ...

Kommentare:

  1. Sehr cool, dass man hier schon mal eine Info ob Eindruck von Svenjas Frankreich Reise bekommt.

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    1. Ich bin gespannt, was sie zu diesen 2 Tagen schreiben wird :-)

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    2. Doch nur das Beste, nehme ich an... smile...

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  2. Das ist ja mal eine coole Sache – Svenja ist in unserer Gegend und Funny ist ihr Scout – super!!!

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    1. Das war schon sehr cool und hat riesigen Spaß gemacht. Danke nochmal für deine Tipps :-)

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  3. Toll, so ein bloggertreffen mit gemeinsamer Ausfahrt, und so schön be- und geschrieben. Also Zelten waere mir ja zu abenteuerlich, da brauche ich heute mehr Komfort. Hut ab! Liebe Grüße aus Südfrankreich von Rolands ipad. SonjaM

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    1. Danke schön.

      Ich finde Zelten nach wie vor schön und es ist mir sogar lieber, als in einem Gasthaus abzusteigen. Viel Spaß noch in Südfrankreich und Grüße an Roland, den Schlacks :-)

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  4. Prima Bericht. Wäre ein toller Blogabend geworden, wenn alle dabei gewesen wären...Geschichten bis spät in die Nacht...

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    1. Hihi ... Geschichten bis in den früher Abend vielleicht ... chrrrrrr zzzZzzzz ... :-D

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  5. Das mit dem Müde sein und trotzdem nicht schlafen können kenne ich zur Genüge. Genau deshalb werde ich im Sommerurlaub nicht im Zelt schlafen. Sondern ganz nobel in Gästehäusern, bzw. Jugendunterkünften. Oder einer Pension. Wir werden sehen ... Ohne ausreichenden Schlaf kann ich nicht touren. Schade, denn ich zelte echt gerne.
    Vielleicht übe ich ja mal, indem ich mit Auto vorfahre und dann 2 Tage zelte. So quasi als Vor-Training :-).

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    1. Ja, üb das auf jeden Fall.

      Bei mir hat das nichts mit Zelten zu tun, sondern ist immer so, egal ob in meinem kuscheligen Wasserbettchen oder im Hotel etc. Zum Glück bin ich aber immer hellwach, sobald ich auf dem Motorrad sitze, sonst ginge das ja gar nicht. ich bin gespannt, was du zu berichten weißt :-)

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  6. Bei "Weser" hatte ich auch kurz gestockt. Sollte die das Beamen gelernt haben? :) Aber wenn es mehrere gibt...
    Wenn ich das so lese, was Du vom Zelten schreibst, dann bin ich um so gespannter auf meine bevorstehenden Zelterlebnisse dieses Jahr!

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    1. Zelten ist echt meins. Geht aber leider nicht mit dem Gatten, da müssen wir Hotel oder FeWo.

      Ich bin auch auf deine Erlebnisse gespannt. Sehr sogar :-)

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  7. Der Zeltplatz ist wirklich schön, auch wenn die Weser (ist ne andere Weser) am Anfang für große Verwirrung gesorgt hat.
    Und du warst wirklich schon so früh wach? Ich hätt noch ein gutes Stündchen schlummern können, aber ich hab dich schon unruhig rumoren hören und ein schlechtes Gewissen gekriegt. Aber es war wirklich ein prima Tag mit Nancy, Greeny, Özlem, Pieps und Dir. Und dem Entrecote natürlich.

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    1. Ich hatte mich so bemüht, leise zu sein ... gnihihi ...

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  8. Meine Güte, das hätte ja wirklich ein Bloggercamp werden können, soviele Blogbiker dort in der Nähe wohnen. Nun, nächstes Mal...

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    1. Nächstes Mal? Au ja ... *freu* ...

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