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Montag, 22. Februar 2016

Panny schiebt Funik

Meine Güte, was habe ich getan. Okeeeh, eine Reise geplanbucht, also nichts weiter, was als Aufreger gereicht. Aber trotzdem. Ich habe Albträume. Schon seit zwei Tagen. Also seit 2 Nächten genauer gesagt, aber egal. Was da alles passieren kann. Ich könnte den Weg nicht finden, ich könnte in den fremden Gäste-Betten wach liegen und am nächsten Tag schlafend auf einer Wegesrand-Bank ausgeraubt werden und wie soll ich mein Fahrrad aus Svenjas Garage kriegen, wenn sie schon auf der Dienststelle ist und Verbrechen bekämpft? Schaffe ich überhaupt 60 Kilometer als Tagesetappe und das dann jeden Tag? Gibt es in Schleswig-Holstein eigentlich den gleichen Strom, wie in Nordrhein-Westfalen? Weiß das jemand? Weil ich habe gehört, dass die da Windkraft haben. Wir haben Kohle. Obwohl, ist ja eigentlich beides ökologisch. Müsste also gehen. Oder brauche ich ein paar vorgeladene Akkus für meinen Fotoapparat? Und dann ist da ja auch noch die Sache mit dem Radträger auf dem Auto. Auf dem schmalen Auto. Das irgendwann ja auch mal geparkt werden will und gibt es in Kiel Tankstellen? O_M_G! Welche Währung haben die überhaupt, da oben im Norden? Soll ich vorsichtshalber Traveller Cheques besorgen?

Außerdem könnte ich krank werden. Also so derbe Asthma z. B., dass ich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müsste. Okeeeh, die Pensions-Wirte werden vermutlich lieber aus dem Bett geklingelt, als am nächsten Morgen eine erstickte Leiche vorzufinden, aber trotzdem, beides unangenehm. Oder Kreislauf. Ach ja, ich könnte natürlich auch Allergie bekommen, falls es in SH Blumen gibt und die Pollen fliegen. Aber gut, dagegen kann ich mich schützen ...

Kommentare:

  1. Liebe Panny, auch ich habe bereits Wochen vor meiner Reise Funik geschoben. Kann ich total verstehen. Und krank bin ich dann ja zwei Tage vor meiner Abreise auch noch geworden. Richtig gut ging es mir erst, als ich zwei Tage on the road war. Da spielte sich so langsam alles ein und ich dachte... ja und, wenn schon. Du packst das. Worst case: Du rufst ein Familienmitglied an und lässt Dich irgendwo abholen.

    Noch ein Tipp: lerne ein paar Worte in der Sprache der Einheimischen und denk dran, die essen rohen Fisch und kleine Kinder... also immer gucken, was die Dir auf den Teller packen. Aber nett sind sie.

    Heutzutage brauchst Du Dir wegen der Währung keine Sorgen zu machen, die nehmen Kreditkarten ;-)

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    1. Welche Worte würdest du denn empfehlen? ... *besorgt guck* ... Und wenn ich langsam und deutlich spreche?

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    2. Tach Funny!
      Es geht nicht darum WELCHE Worte Du kannst, es geht darum, dass Du nicht zu viele benutzt. Im Prinzip reicht ein aufrichtiges "Moin", welches bei näherer Kontaktaufnahme auch von einem kurzen Nicken begleitet wird. Wenn Du dies beherrschst und die Norddeutschen nicht mit einem darüber hinaus gehenden (überflüssigen) Wortschwall überforderst, sind die ersten Hürden der Kommunikation genommen.
      Also: "Moin!", kurzes Nicken. Bei Bedarf wenige Worte, langsam gesprochen. Dem Gegenüber Zeit geben, über die Antwort nachzudenken. Auf keinen Fall weiter reden!! Die Antwort kommt irgendwann. Meistens: "Jo."

      Und was das Garagentor betrifft: Ruf doch einfach Deinen Freund und Helfer - Die Polizei!!

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    3. Boah, wenn ich das übe, habe ich bald keine Freunde mehr. Die denken dann alle, ich wollte nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Moin und ein kurzes Kopfnicken, so begegne ich tatsächlich Leuten, denen ich die Pest an den Hals wünsche, aber die Höflichkeit eine Begrüßung gebietet :-)

      Woher weiß die Polizei denn, um was es geht? Oder soll ich einfach mit dem Kopf zum Garagentor nicken, nachdem ich 'Moin' gesagt habe? OMG, ich war noch nie ein Sprachgenie.

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    4. Funny, wenn Du mit der Polizei sprichst:
      PolizistIn: Moin

      Du: Moin (nickend in Richtung Garage) Jo
      PolizistIn: (öffnet Garage) Jo
      Du: Jo.

      Norddeutsch ist so einfach.

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    5. Alles Legende. Als ich vor 10 Jahren hier hochkam, freute ich mich auf angeblich wortkarge Menschen weil ich selbst maulfaul bin.
      Was passiert ? So oft wie hier wurde ich noch nie (teils von Unbeteilgten) zugequasselt und vollgeblubbert, wehe wenn die erstmal in Gang gekommen sind ! Die erwarten dann auch teilweise Antworten ... Oh mann :-P anstrengend.

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    6. Das Fazit ist also, dass ich auf keinen Fall zu Wort kommen werde und mir daher über die Landessprache keine Gedanken machen muss? Ich brauche also nur Moin zu sagen und mit dem Kopf zu nicken, oder ich sage gar nichts, weil ich nicht zu Wort komme und nicke an mir geeignet scheinender Stelle mit dem Kopf.

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    7. Das Fazit, liebe Funny ist:
      Einfach (dumm stellen und) machen.

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  2. Hmmm, warum hast Du eigentlich so schöne Locken und ich nicht, hmpf??? Bin vull neidisch!

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  3. nei-h-en! weil sie sich nach dem trocknen innerhalb von fünf minuten selber glatthängen... außerdem sind meine haare mittlerweile echt mächtig grau, soifz...

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    1. Der Haarschnitt macht auch viel aus. Obwohl man bei mir ja eigentlich nicht von 'Haarschnitt, reden kann. Stufig sollte es sein :-)

      Wie war das noch mit größeren Schwestern :-D

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  4. Hallo Funny,
    don't panic. Du fragst nach der Währung hier oben? Wir bezahlen hier mit der goldenen Kieler Sprotte. Wir tauschen sie auch gern gegen den Euro ein. Für, je nach Wechselkurs, etwa 5 Euro bekommst Du eine kleine Holzschachtel, die etwa 16 kleine Sprotten enthält. Beim Bäcker einfach eine Sprotte auf den Tresen knallen, da bekommst Du dann ein Brötchen für. ;)
    Achso, Spezial-Vokabular ist eigentlich kaum vonnöten. Merk Dir nur das "Moin", das passt zur Begrüssung zu jeder Tages- und Nachtzeit. Und wenn Dich jemand mit "Moin Moin" begrüßt, dann hast Du einen sehr redseligen Schleswig-Holsteiner vor Dir.
    Viel Spass bei deiner Reise, wind- und wasserfeste Kleidung nicht vergessen, zu jeder Jahreszeit.
    Gruß
    Froschoire

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    1. Ah ok, Kieler Sprotten habe ich bei REAL am Fischstand gesehen. Aber ich habe mir gleich gedacht, dass die nicht zum Essen sind. Also, ich gehe zum Bäcker, sage an der Tür: "Moin.", nicke kurz, porkel die Kieler Sprotte aus meinem Portemonnaie, knalle diese auf die Theke und bekomme dafür dann automatisch und ohne ein weiteres Wort ein Brötchen. Ok, so weit habe ich das verstanden. Aber was mache ich, wenn ich z. B. eine Rosinenschnecke möchte oder ein Marzipan-Croissant? Und wie funktioniert das beim Metzger?

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    2. Funny, ganz einfach. Drauf zeigen und Jo sagen. Dann klappt das auch mit anderen Bäckereileckereien.

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  5. Moin!
    Die sind eigentlich alle ganz nett da oben. Üblicherweise überlebt man einen Aufenthalt dort ohne Probleme und auch ohne vorherige Schutzimpfung. Das Klima gilt als gemäßigt, manchmal vielleicht etwas kühl.
    Ich habe mich dort gleich wohl und zu Hause gefühlt. Aber ich habe den Grenzübertritt auch zunächst vorsichtig geübt. Als Tagestourist nach Wedel oder so. Mit der Vorübung kam ich dann in der "heißen Phase" der Reise gut dort zurecht.
    Großartig verfahren kannst Du Dich nicht, rechts und links ist jeweils Wasser und unten die Elbe. Nur nach Oben, da ist Luft. Aber das kriegst Du schon hin!

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    1. WAAAAAAAAAAAAAAH! An eine Schutzimpfung habe ich ja noch gar nicht gedacht. Aber du meinst, dass das nicht nötig ist? Auch nicht Pocken oder Masern? Vielleicht sollte ich doch vorsichtshalber im Tropen-Institut anrufen. Aber du hast gesagt "kühl", dann ist das Tropen-Institut wohl eher nicht zuständig. Ohje ohje ojehmineh!

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    2. Eben. Es ist etwas kühl dort, also sind Tropenkrankheiten kein Problem. Und ansonsten gibt es nichts, was man nicht mit ein, zwei Flens wieder in Ordnung bekäme.

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  6. Moin Panny. Alles bieder in Wutter?
    Du weißt schon, dass du "mal eben" einen meiner (wenn auch kleineren) Träume erfüllen wirst? Irgendwie habe ich so viele Wünsche, fange aber gar nicht an, sie zu erleben... :-(
    Dir auf jeden Fall VIEL SPASS! :-)

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    1. Ah, du möchtest Sprachen lernen? Puuuh, das ist ein kompliziertes Unterfangen :-)

      Danke schön. Aber es ist doch schon doof, dass man so viel machen möchte und es dann doch nicht macht. Ich habe letztens eine Löffelliste angefertigt. Da steht u. a. (natürlich ... *rolled eyes* ...) ein Fallschirmsprung drauf und Ravioli selber machen. Ich glaube, ich fange mit den Ravioli an :-)

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  7. Moin.Wind ist da wie bei dir. Nur viel mehr. Und meistens von vorne. Fluchen ist etwas anders. "Döösbaddel" bezeichnet einen der sich deppert verhält. Ansonsten viel Spaß bei den ethnologischen Studien!!!

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    1. Ethnologische Studien? Oh, ich darf meinen College-Block nicht vergessen, damit ich mir Notizen machen kann. Gut, dass du es erwähnt hast.

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  8. Du Süße, alles das kenne ich so gut. Diese Ängste, diffuse und konkrete. Mir geht es vor beinahe jeder Reise ebenso. Am schlimmsten war es vor Schottland: "werden transGirls da verkloppt, wenn man sie erkennt?" und vor Polen. S.o.
    Aber an dem Morgen, wenn es losgeht, wenn die Reise endlich startet, dann ist alles gut, die Ängste wie weggepustet.
    Ich hab gegröhlt vor Lachen über die Währung und den Strom. Ich kann wechseln und Akkus für dich laden. Und 60 km sind für dich doch ein Klacks wegen wir haben kein Bergauf und kein Bergab und du kannst sehen, wo du morgen abend schlafen wirst. Dafür ist es am Kanal sehr schön. Wir haben *richtige* Schiffe. Auf jeden Fall freu ich mich auf dich. Und die Schranke ist ein Klacks, ich besorg dir Mauttaler dafür.

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    1. Haben die Pensionen keine Wände, dass man sehen kann, wo man am Abend schläft? Dann muss ich mir ein hübsches, aber züchtiges Nachthemd einpacken.

      Und ich freue mich auf dich. Zweimal :-)

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  9. Morgens nach dem Aufstehen: Moin
    Zum Frühstück: Moin
    Bei Mittagstisch: Moin
    Bei geselliger Runde zum Schwatz am Nachmittag: Moin,Moin
    Zum Abendessen: Jo,...dann Moin widder
    So geht der Tag auch rum. Und wenn Du ausländisch fluchst, bitte mit dem Perso wedeln, nicht das Du in eine Notunterkunft abgeführt wirst...;)

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    1. Muss man dieses ominöse 'Moin' irgendwie anders betonen, wenn man zum Mittagessen ein Schnitzel mit Pommes bestellen möchte? Oder sagt man mittags 'Moin', wenn man HEUTE mal kein Gemüse dazu möchte?

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    2. Een seggt jümmerto "Moin". Un dat ook jümmers gliek.
      Für die richtigen Feinheiten gibt es natürlich noch andere Sprachäußerungen. Aber meist jeweils nur ein oder zwei Worte. Wohl gewählt. Mammoschnitzel! -> Ein Schnitzel bitte!
      Lassmomitgemüse! -> Bitte ohne Gemüse!
      Im Prinzip ganz einfach.

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